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El Palmar - Zahora - Los Caños de Meca


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Text: Petra Scheiwe (www.lingualuz.com) , Fotos: anda-luz
 

Conil und das nächstgelegene Städtchen am Meer, Barbate, sind ca. 25 km voneinander entfernt. Wanderbegeisterte können diese leichte Strecke ungefähr in 5 Stunden bewältigen, falls sie keine Pause einlegen, was ihnen jedoch angesichts der eindrucksvollen Natur und nicht zuletzt wegen der einladenden Einkehrmöglichkeiten recht schwer fallen wird. Der Küstenabschnitt gliedert sich in zwei Teile, von Conil bis los Caños de Meca (ca. 15 km) geht die Wanderung durchwegs durch eine beinahe naturbelassene Dünenlandschaft am Strand entlang. Das einzige Hindernis ist gleich am Anfang, der Rio Salado (Conil), der aber je nach Jahreszeit entweder durchwatet oder auch über eine Brücke überquert werden kann. In Los Caños de Meca kündigt sich die Steilküste anhand von kleineren, von Felsen eingerahmten Buchten an. Der Wanderer kann hier einem Weg den Berg hinauf folgen, der an der Steilküste entlang durch den schattigen Pinienwald des Naturschutzgebiets La Breña führt. Hier gibt es unbeschreiblich schöne Aussichten auf das Meer, Los Caños de Meca, das Kap Trafalgar und nach der Durchquerung des Waldes, auf den Hafen von Barbate und die Küste bis Zahara de los Atunes.

Torre Torre de Tajo

Auf dem Weg entlang der Küste fallen dem Besucher sicherlich mehrere kleine Türme auf, nämlich Torre de Castilnovo, Torre Nueva (El Palmar), Torre de Meca und Torre de Tajo (die letzteren zwei im Pinienwald). Dies sind keine Leuchttürme sondern Wachtürme aus dem Mittelalter (16. – 18 Jh.) zum Schutz gegen Überfälle von Berbern und Piraten. Sichtete man Feinde, wurde auf dem Turm ein Feuer angezündet und die Warnung an die umliegenden Türme per Rauchzeichen weitergegeben. Auf diese Weise wurden Orte wie Conil, Vejer oder Barbate schnell informiert.

La Breña Trafalgar

Der einzige Leuchtturm dieses Küstenabschnitts ist der Faro de Trafalgar auf dem Kap Trafalgar, welches uns allen ein Begriff ist, nachdem dort im Jahre 1805 die spanische Armada und die französische Flotte vernichtend von den Engländern unter Admiral Lord Nelson geschlagen wurden.Das Kap Trafalgar gehört zur Gemeinde von Barbate, ebenso wie der benachbarte Ort, Los Caños de Meca, dessen Name aus der Maurenzeit stammt. Die Mauren benannten den Ort nach Mekka, der heiligen Stadt des Islams, da hier Quellen (caños) direkt aus den Felsen am Strand sprudeln. Dies fanden auch die Hippies bequem, welche die romantische Siedlung in der Neuzeit für sich wiederentdeckten und dort ihr Sommerquartier aufschlugen. Wild Campen ist mittlerweile überall verboten, der Ort hat jedoch noch immer ein ganz besonderes Flair aufgrund der bunten Mischung von Surfern, FKK-lern, modernen Hippies, Straßenverkäufern und (Lebens)künstlern aller Art.

Gerade auch für Surfer ist dieser Küstenabschnitt interessant. Kite- und Windsurfer findet man vorwiegend in Los Caños de Meca, während sich die Wellenreiter auf den Ort El Palmar konzentrieren, welcher besonders im Winter und Frühling einen recht guten „beach-break“ zu bieten hat. El Palmar ist Teil der Gemeinde von Vejer de la Frontera. Früher gab es dort nur ein paar Häuser, deren Bewohner von der Viehzucht lebten. Es führte auch keine Straße nach El Palmar, der Zugang erfolgte über eine Furt des Rio Salado, was im Winter, zur Regenzeit, oft mit Problemen verbunden war. Inzwischen ist der Ort beträchtlich gewachsen und entlang des Strandes gibt es jede Menge Bars und gute (Fisch-)restaurants.

 

El Palmar

 

Zwischen El Palmar und Los Caños de Meca liegt ein weiterer Ort, Zahora, der teils zu Barbate und teils zu Vejer de la Frontera gehört. Zahora klingt arabisch und tatsächlich hat der Name seinen Ursprung in dieser Sprache. Sahūr ist die Mahlzeit, welche während des Ramadans vor Sonnenaufgang eingenommen wird. Das Wort wurde von den Spaniern übernommen und bedeutet ungefähr so viel wie „zünftige Brotzeit“. Nach der Römer- und Maurenzeit war Zahora ebenso wie die anderen Küstenorte aus Angst vor Überfällen kaum besiedelt. Die Einwohner lebten von Viehzucht und Landwirtschaft, besonders vom Obst- und Gemüseanbau. Heute stehen dort viele Häuser und selbstverständlich hat sich auch hier der Tourismus inzwischen zur Haupteinnahmequelle der Anwohner entwickelt. Direkt am Ortseingang gibt es einen Campingplatz.

Bisher ist die Gegend von großen Hotels verschont geblieben. Unterkünfte stehen jedoch für „jeden Geldbeutel“ zur Verfügung, angefangen von 4 Campingplätzen über privat vermietete Ferienwohnungen und kleine Pensionen bis hin zu Luxusferienhäusern.

   
 
 
 
   
 

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