

Das Fischerviertel
Barrio de los Pescadores
Im „barrio de los pescadores“ oder auch im Volksmund „barrio de la mar“ genannt, leben heute noch viele Fischerfamilien. Fast alle Strassennamen sind nach Fischen benannt (Lenguado, Salmonete, Urta etc.). Die Häuser waren früher um einen Innenhof mit einem Brunnen gruppiert (patio de vecinos), der für alle Nachbarn zur Nutzung gedacht war. Einige dieser Tiefbrunnen sind noch vorhanden und die Frauen nehmen dieses Wasser heutztage gerne, um damit ihre Blumen zu gießen, denn schon längst gibt es auch hier eine zentrale Wasserversorgung von der der Stadt. Dieses Viertel mit seinen engen Gassen, in denen man sich leicht verlaufen kann, versprüht immer noch einen ganz besonderen Charme obwohl mittlerweile viele Ausländer dort Häuser oder Wohnungen gekauft, modern umgebaut und zu Mietobjekten umgewandelt haben. Bei Conil-Liebhabern sind diese Ferienunterkünfte sehr beliebt, da man von fast jeder Dachterrasse einen herrlichen Panorama Meerblick hat.
Die Stadt Conil bietet kleine und individuelle Führungen durch das Fischerviertel an, so kommen Besucher in den Genuss etwas mehr zu sehen , als auf einem normalen Spaziergang. Sie erfahren einiges über die Geschichte, Traditionen, haben die Gelegenheit ein Schwätzchen mit den Einheimischen zu halten und vielleicht treffen Sie bei dem Rundgang den schon über 80-jährigen Almadraba-Fischer, der jetzt Gedichte schreibt und schon vom spanischen Fernsehen entdeckt wurde.
Auf diesem Rundgang haben Sie auch die Gelegenheit die Heilgengeist-Kapelle (Capilla del Espiritu Santo) zu besichtigen. Das Bauwerk stammt aus dem 16 Jh. und beherbergt die älteste Kirchenglocke aus Conil (aus dem Jahr 1632) sowie die Statue der Virgen del Carmen, der Schutzheilgen der Fischer.
Über die Führung können Sie sich im Tourismusbürooder auf der Webseite informieren: https://turismoconil.es/es