

Cádiz
„la tacita de plata“ (das Silbertässchen) – wie die „gaditanos“ (Bürger von Cádiz) liebevoll ihre Stadt nennen, liegt auf einer Halbinsel und ist nur durch eine enge Landzunge zu erreichen. Sie gilt als die älteste Stadt Europas – die Phönizier gründeten ca. 1.100 v.Chr. die Stadt „Gadir“, die Griechen nannten sie „Gadeira“, unter römischer Herrschaft hieß sie „Gades“ und erlebte einen großen wirtschaftlichen Aufschwung.

Nach dem Untergang des römischen Imperiums, unter den Mauren ( bis 1262) nahm die Bedeutung als Handelsstadt ab und Cádiz wurde erst wieder mit der Entdeckung Amerikas ein bedeutender Handelshafen und berühmt durch sein Schiffbauzentrum.
Heute fahren täglich Schiffe nach Afrika und den Kanarischen Inseln – durch den Rückgang der Schiffsindustrie hat der Hafen jedoch hat an Beutung verloren, es wurden neue Industrien angesiedelt, z.B. Fischzuchtfarmen – trotzdem – es bröckelt an den Fassaden von Cádiz, die gaditanos tragen ihr Schicksal aber mit viel Humor und Fantasie. So haben die gaditonos, als während der Franco-Diktatur der Karneval verboten war, dem Fest einfach einen anderen Namen gegeben und im Mai gefeiert. In Cádiz sind auch einige berühmten Persönlichkeiten geboren, z.B. Manuel de Falla.
1812 wurde in Cádiz, die erste spanische Verfassung geschrieben und veröffentlicht.
Ein Besuch in Cádiz lohnt sich, es gibt viel zu entdecken – ein Bummel durch die engen Gassen der Altstadt, eine Einkehr in einer der vielen Tapa-Bars, „pescaito frito“, (frittierter Fisch) probieren, die Markthalle ist ein Paradies für Fischfliebhaber, ein Spaziergang am Strand La Caleta, der Besuch der Kathedrale, und nicht zuletzt auch ein Blick über die Dächer der Stadt vom Torre Tavira (mit Camera Oscura). Cádiz hat wunderschöne Parks und Plätze, die zum Verweilen einladen (z.b. der Parque Genovés ) und überall das Meer und der Salzgeruch, der in der Luft liegt…
Wenn Sie sich dafür interessieren, wie Cadiz früher ausgesehen hat, dann können Sie sich die folgende
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