

NISPERO
Likör und Chutney
Nísperos (Mispeln) sind in Andalusien die ersten reifen Früchte im Frühjahr (April). Sie sind sehr empfindlich und bekommen schnell braune Flecken, von daher sind sie auch schwer zu exportieren und in Deutschland kaum bekannt. Sie haben kaum Kalorien, enthalten sehr viel Karotin, Kalium und Kalzium, sind also sehr gesund und schmecken auch sehr gut. Die Nispero liebt es heiß, bei etwa minus 5° würde sie eingehen. Man kann sich ein Nisperobäumchen auch selber ziehen, steckt einfach eine gekaufte oder selbst gepflückte Frucht etwa zwei Zentimeter in den Boden und lässt sie bei rund 20 Grad keimen. Es sind immergrüne Bäume, die unempfindlich gegen sämtliche Schädlinge sind und deshalb nicht gespritzt werden müssen. Also eine richtig tolle Ökopflanze.
Man kann Marmelade, Chutney, Kompott – oder auch Likör davon zubereiten.

Likör
250-300 g Nisperos
2 Päckchen Vanillezucker
1 Stange Zimt
250 g Kandiszucker
1 Flasche Wodka
Die Nisperos schälen, die Kerne entfernen und vierteln.
Mit den anderen Zutaten in einem gut verschließbaren Glas ansetzen. Mindestens 6-8 Wochen durchziehen lassen und das Gefäß alle 3 Tage schütteln.
Danach den Inhalt durch ein Haarsieb gießen und gut abtropfen lassen. Den Likör in Flaschen füllen und nochmals 6 Wochen durchziehen lassen. Schmeckt vorzüglich. Die durchtränkten Wodka-Früchte kann man gut zu Vanille-Eis genießen.
Chutney
(Grundrezept)
– ca. 1/2 kg geschälte und halbierte Nisperos
– 1 Mango, in Würfel geschnitte
– 1 kleingehackte Zwiebel
– frischer Ingwer, gerieben
– Knoblauch nach Belieben
– Chillipulver für die Schärfe
– brauner Zucker
– Currypulver und Kurkuma
– etwas Essig
Alles zusammen aufkochen bis die Masse nicht mehr zu flüssig ist und in Gläser luftdicht abfüllen. Schmeckt hervorragend zu allen Huhn-Gerichten oder Käse.
→ keine typisch andalusische Rezepte – in der andalusischen Küche findet diese gute Frucht keine nennenswerte Verwertung