

Almadraba
Im Frühjahr kommen riesige Thunfischschwärme vom nördlichen Polarkreis, um in den warmen Gewässern der Meeresenge von Gibraltar und des Mittelmeeres zu laichen. Almadraba bezeichnet eine uralte, traditionelle Fischfangmethode,die schon von den Phöniziern praktiziert wurde,
Durch Fischerboote und Netze werden die Tiere immer mehr in die Enge getrieben, bis sie auf kleinstem Raum gefangen sind, mit Harpunen getötet und dann mit Eisenhaken auf die Boote gehievt. Um die Fische zu töten und an Bord zu bringen, arbeiten die Fischer zum Teil noch heute mit archaischen Methoden.
1. Fangtechnik:
– Die Almadraba besteht aus einem komplexen System von Netzen, die in Form von Fallen im Wasser ausgelegt werden. Diese Netze sind strategisch platziert, um die wandernden Thunfische während ihrer jährlichen Migration zu fangen.
– Die Netze sind in der Regel in einer Art „Labyrinth“ angeordnet, das die Fische in eine bestimmte Richtung lenkt, sodass sie in die Fangbereiche gelangen.
2. Fangzeit:
– Die Hauptfangzeit für Thunfische in der Almadraba erstreckt sich von April bis Juni, wenn die Fische in großen Schulen entlang der Küste schwimmen.
– Die Fischer nutzen ihr Wissen über die Gezeiten und das Verhalten der Fische, um den optimalen Zeitpunkt für den Fang zu bestimmen.
3. Gemeinschaftsarbeit:
– Die Almadraba ist ein Gemeinschaftsprojekt, bei dem Fischer aus der Region zusammenarbeiten. Oft sind es Familien, die seit Generationen in dieser Tradition verwurzelt sind.
– Der Fang wird gemeinsam eingeholt, was nicht nur eine wirtschaftliche Aktivität, sondern auch ein kulturelles Ereignis ist, das die Gemeinschaft stärkt.
4. Kulinarische Bedeutung:
– Der gefangene Thunfisch wird in der Region sehr geschätzt und ist die Grundlage für viele traditionelle Gerichte. Zu den bekanntesten zählen „atún encebollado“ (Thunfisch mit Zwiebeln) und gegrillter Thunfisch.
– Die Almadraba hat auch zur Entwicklung einer lebendigen Gastronomieszene in Conil beigetragen, die Touristen anzieht.
Die Almadraba ist nicht nur eine Fangtechnik, sondern auch ein bedeutendes kulturelles Erbe, das die Identität von Conil de la Frontera prägt und die enge Verbindung zwischen Mensch und Meer verdeutlicht.
In Conil gibt es auf dem Gelände der „La Chanca“ ein Almadraba-Museum , das „Centro de Interpretación del Mar y las Almadrabas“