

Stierkampf
Der Stierkampf – „corrida de toros“ ist einer der bekanntesten und zugleich umstrittensten spanischen Bräuche. Es ist keine Sportart, so die Anhänger – die corrida ist ein Ritual, ein Ausdruck des Kampfes zwischen dem Menschen und der rohen animalischen Kraft – eine archaische Tradition..
Im Mittelalter war der Stierkampf zu Pferde ein beliebter Sport der Aristokratie in Andalusien, erst im 18. Jh. kam diese Tradition aus der Mode , die ärmere Bevölkerung begann den Stierkampf zu Fuß zu praktizieren, so dass er in seiner heutigen Form erst ca. 300 Jahre alt ist. Seinen Ursprung hat er in der Stadt Ronda – der torero Francisco Romero spielte dabei eine entscheidende Rolle. Mit der Zeit wurden die Regeln für den Kampf mit den ca. 500 kg schweren toros bravos (Kampfstiere) entwickelt.
Ausführliche Informationen zum Ablauf einer corrida finden Sie hier

Foto: Taurosidona
Der Tierkampf, insbesondere der Stierkampf, hat eine lange Geschichte in Andalusien, einer Region im Süden Spaniens. Die Tradition des Stierkampfes reicht bis in die römische Zeit zurück, als Gladiatoren in Arenen kämpften. Im Mittelalter wurden Stierkämpfe als Unterhaltung für die königlichen Höfe veranstaltet.
Im Laufe der Zeit entwickelte sich der Stierkampf zu einer festen Tradition in Andalusien, wo er bis heute eine große Bedeutung hat. Die berühmteste Stierkampfarena in Andalusien ist die Plaza de Toros in Sevilla, die als eine der ältesten und schönsten Arenen in Spanien gilt.
Der Stierkampf ist jedoch auch umstritten und wird von Tierschützern kritisiert, die den Kampf als grausame und unnötige Tradition ansehen. Trotzdem bleibt der Stierkampf in Andalusien ein wichtiger Bestandteil der Kultur und wird von vielen Menschen als Kunstform und Ausdruck der spanischen Identität angesehen.
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